Pressemitteilung

 

 

PRESSEMITTEILUNG VOM 02.05.03

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 Roter Punkt Niederflurfahrzeuge mit Rampe
Gute Kunde für Hohenlohes Rollstuhlfahrer, Mütter mit Kinderwagen und Senioren
Pressebericht von Paul Bauer

Der Nahverkehr Hohenlohekreis verfügt jetzt über 28 Busse mit Niederflurtechnik; von den insgesamt 93 Fahrzeugen entspricht das 30 Prozent.
Neun neue Niederflur-Linienbusse wurden jetzt allein in den Verkehrsbetrieb Dörzbach des SWEG- Fuhrparks aufgenommen.
Große Freude auf dem Freiplatz vor dem Feuerwehrmagazin in Krautheim: Fred-Tore Wittmann, Geschäftsführer beim Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter, ist angesichts der aufgefahrenen Flotte der lackglänzenden Niederflurbusse beeindruckt und lotet sogleich Möglichkeiten des Aufbrechens bisheriger Mobilitätssperren aus. Dass die Inbetriebnahme der neun neuen Niederflurbusse mit Rollstuhlrampe in Krautheim erfolgte, werde sehr wohl dankbar registriert, sagte Rollstuhlfahrer Wittmann.

Rollstuhlrampe

Eugen Broß von der SWEG sieht die Vorteile der Niederflurfahrzeuge im bequemen und mühelosen Ein- und Aussteigen für jedermann; dies sei von besonderem Vorteil für ältere und gehbehinderte Fahrgäste; ein Doppeleinstieg vorne und hinten im Bus ermögliche einen schnellen Umsteigevorgang; eine leistungsfähige Klimaanlage sorge im Sommer wie im Winter für ein angenehmes Innenraumklima. Und vor allem: Die jeweils eingebaute Rollstuhlrampe, die bei Bedarf im Mittelaussteig herausgeklappt werden könne, erleichtere jetzt erfreulicherweise den Rollstuhlfahrern des Hohenlohekreises den Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr.
Jeder dieser neun Busse koste 250000 Euro, wobei das Land Baden-Württemberg - hierin führend- mit 98000 Euro tatkräftig fördere, was auch Dietmar Striffler vom Landratsamt Hohenlohekreis dankbar bestätigte.
Ganz in seinem Element zeigte sich Roland Braun, Leiter des Nahverkehr Hohenlohekreis ( NVH). Er bescheinigte der SWEG die Beachtung des Gesetzes zur Gleichstellung von behinderten Menschen, was zu einem veränderten Denken bei der Beschaffungsplanung geführt habe, freute sich Braun. Ein Anruf im Landratsamt sei dann für ihn Auftrag, die Busse so einzusetzen, dass den Wünschen und Anforderungen der Behinderten Rechnung getragen werde. Im eigenen Interesse sei den Behinderten aber abzuraten, die Schülertransportzeiten zu wählen. Für Krautheim werde zusätzlich eine geschickte Umlaufplanung angestrebt.
Genug gesprochen, alles eilt zur Rollstuhlrampe. Der Niederflurbus wird abgesenkt( er ist nur noch 18 Zentimeter vom Boden entfernt ), vom Busfahrer wird eine Rampe ausgeklappt und "der geschulte und hilfreiche Busfahrer" hilft dem Rollstuhlfahrer, die 90 Zentimeter breite Rampe - leicht ansteigend- hinauf- und in den Bus hineinzufahren. Und wie groß ist die Sicherheit?
Erstens seien die Busfahrer geschulte Leute, außerdem sei der Bus automatisch blockiert, so lange die Rampe nicht wieder vom Busfahrer per Hand geschlossen ist.
Wenn dann auch noch Sorge getragen werde, dass der Rollstuhlfahrer zur Rampe gelange ,ohne einen hohen Randstein überwinden zu müssen, scheint viel Gutes geleistet zu sein. Und in Krautheim waren's alle zufrieden. Nicht zuletzt Krautheims Bürgermeister Andreas Köhler, dem es wichtig ist, dass alles für die Mobilität seiner Rollstuhlfahrer getan wird.

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