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25 Jahre attraktiver ÖPNV auf dem Land -
25 Jahre NVH
(veröffentlicht am
11.08.04)
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Im Jahr 2003 kann der Nahverkehr Hohenlohekreis
auf 25 Jahre öffentlichen Personennahverkehr
zurückblicken. Was heute im Landkreis als
selbstverständlich betrachtet wird, war im
ÖPNV des ländlichen Raums des Jahres 1979
nicht vorhanden.
So gab es noch keine einheitlichen Tarife. Nutzte
man mehrere Busunternehmen, so mussten mehrere
Fahrscheine gelöst werden. Weder die
Fahrpläne der einzelnen Busunternehmer waren
aufeinander abgestimmt, noch wurden
Zuganschlüsse im Fahrplan berücksichtigt.
Es gab kein Fahrplanheft in dem das Gesamtangebot
für einen räumlichen Bereich dargestellt
war, noch eine zentrale Auskunftsstelle.
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Ein Fünftel der ca. 350 Wohnplätze im
Hohenlohekreis war nicht einmal an den Allgemeinen
Linienverkehr angeschlossen. Aus diesem Mangel
heraus hatte sich ein ausgedehnter,
kostenintensiver freigestellter Schülerverkehr
und betriebsinterne Werksverkehre entwickelt. Diese
Verkehre waren anderen Kundengruppen nicht
zugänglich.
Nach der Kreisreform im Jahr 1973 beschloss der
Kreistag, dass sich diese Situation ändern
müsse und steckte hohe Ziele für ein
ländliches Gebiet wie den Hohenlohekreis. Es
sollte z.B. ein flächendeckender ÖPNV
entstehen, unter Integration sämtlicher
Verkehrsangebote (Öffnung der Schüler-
und Werkverkehre für jedermann). Zudem sollte
ein einheitlicher und übersichtlicher Tarif
geschaffen werden.
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Um diese Ziele zu erreichen strebte der
Hohenlohekreis auf der Grundlage einer
Planungsstudie der Kommunalentwicklung
Baden-Württemberg eine völlige
Neugestaltung des ÖPNVs an. Diese Vorstellung
des kleinen Landkreises fanden beim
Bundesministerium für Verkehr gefallen und so
wurde das Forschungsprojekt "Möglichkeiten zur
Sanierung des öffentlichen Personennahverkehrs
in verkehrsschwachen ländlichen Räumen"
ins Leben gerufen. Als der Landkreis im April 1979
die Trägerschaft für einen
vierjährigen Modellversuch übernahm,
abgesichert dadurch, dass der Bund und die
Landesregierung sich bereit erklärten das
finanzielle Risiko mit zu tragen, war das
"Nahverkehrsmodell" geboren.
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Am 1. September 1979 ging das Hohenloher Modell
in den Praxisbetrieb, als ein ÖPNV-Verbund in
dem erstmals öffentliche Verkehrsträge
mit privaten Unternehmen zusammenarbeiteten. In den
folgenden Jahren wurden die Ziele umgesetzt.
Erstmals im Bereich der Bundesrepublik Deutschland
wurde ein geschlossenes Nahverkehrskonzept mit
flächendeckender Bedienung im ländlichen
Raum realisiert.
Bis 1983 ging die Testphase des Nahverkehrsmodells.
Danach wurde der NVH als Eigenbetrieb des
Landkreises geführt. Seit dieser Zeit galt und
gilt es für den NVH die
Leistungsfähigkeit zu erhalten und
bedarfsgerecht auszubauen. In den letzten Jahren
stieg die Fahrgastzahl kontinuierlich an und lag
immer über dem Bevölkerungswachstum. Im
Jahr 2003 konnte ein absoluter Fahrgast-Spitzenwert
von über 9 Mio. Fahrgäste in den Bussen
gezählt werden.
Der Hohenlohekreis hält was er verspricht,
nicht nur durch seine schöne Landschaft und
die bekannten Tüftler und Erfinder sondern
auch im Bereich des öffentlichen
Personennahverkehrs hat der Hohenlohekreis mit
seinen Bürgern ÖPNV-Geschichte
geschrieben und für ländliche
Verhältnisse ein vorbildliches,
flächendeckendes Leistungsangebot
geschaffen.
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Durch die Stadtbahn, die bald bis nach
Öhringen/Cappel fahren wird und die
Tarifgemeinschaft mit dem Nachbarlandkreis
Heilbronn werden weitere Grenzen fallen. Dann wird
es möglich sein mit nur einem Fahrschein bis
nach Eppingen oder Kirchheim zu fahren. So bleibt
es auch in der Zukunft spannend in der Hohenloher
ÖPNV-Landschaft.
Eine kleine Ausstellung anlässlich des
25jährigen NVH-Jubiläums kann bis zum
16.09.2004 im Foyer des Landratsamtes besichtigt
werden.
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